so ein sch***s

Man sagt das mitunter, ich eher öfter, obwohl es doch eigentlich ein furchtbarer Blödsinn ist. Wenn man einsam ist, ist man sicherlich nicht glücklich. Wenn man niemanden hat, mit dem man sein Lachen, seine Freude, oder all die anderen Emotionen teilen kann, so ist das doch kein Leben. Aber heute hat die Einsamkeit Friede bei mir gemacht … und das an einem Mittwoch!

Wie ihr ja vielleicht wisst, ist der „heilige Mittwoch“ mein Basketball-Tag. Über den geht kaum was, denn eigentlich hat das liebe Basketball – mit meinen Freunden über den Platz zu peppeln – gegenüber (fast) allem Vorrang. Heute, fast ein Monat nach meinem letzten Einsatz habe ich mich ganz besonders darauf gefreut: vor Weihnachten war ich krank, dann die Weihnachtsferien und vergangene Woche war ich beruflich verhindert. Hey … war das eine lange Zeit. Da sollte es heute eigentlich doppelt Spass machen. Beim Einwerfen sind meine Körbe auch ganz gut gefallen und es hat tatsächlich Spass gemacht. Die erste Partie haben wir „alten“ gegen „die jungen“ auch relativ komfortabel gewonnen. Leider ohne mein Zutun, denn die paar wenigen Chancen, die ich hatte, ließ ich alle ungenutzt. Als sich gegen Ende der zweiten Partie plötzlich 2 meiner Basketball-Freunde an die Gurgel gingen, dachte ich mir nur den Titel-Satz dieses Textes:

Einsamkeit macht Friede.

Zumindest hätte ich in der Einsamkeit nicht dieses traurige Schauspiel miterleben müssen. Wir alle aus demselben Hobby-Team haben untereinander zwar gegeneinander, aber andererseits doch miteinander gespielt. Es sollte allen Spass bereiten und dennoch spielen plötzlich 2 im Team so, als dass sie sich mit Vorsatz gefährden (?), absichtliche Fouls machen und schlussendlich an die Gurgel hupfen?!? Hallo, wo sind wir denn? Was soll das? In diesem Moment habe ich das Team gedanklich auseinanderbrechen sehen. Das ist kein Team, wo so etwas passieren kann, zumindest ist es nicht mein Team.

Ich bin/war der Team-Manager und habe allwöchentlich daran erinnert, dass Mittwoch ist und am Mittwoch Basketball gespielt wird. Das habe ich nur gemacht, weil es Spass gemacht hat, gemeinsam zu spielen. Weil es schon auch immer wieder Reibereien geben durfte, aber sowas? Abbruch wegen der Unfähigkeit seine Emotionen im Zaum zu halten und weil man bewusst das Verletzungsrisiko eingeht?! Traurig. Immerhin haben sich heuer schon 2 Freunde schwer verletzt, jedoch zumindest ohne Fremdverschulden.

So traurig, dass ich dann (fast) einsam noch eine kleine Lendorf-Runde laufen gegangen bin. Oder besser gesagt habe ich wieder die Zugmaschine für Bina gespielt, denn obwohl sie momentan so fit erscheint, sie wollte heute nicht mehr wirklich. Demzufolge waren wir beide einsam im Schneckentempo unterwegs. Durch die kühle, finstere Nacht. Die Gedanken abkühlen lassen. Ich liebe das Basketballern und (fast immer) macht es mir auch großen Spass, obwohl ich beweitem nicht immer gut spiele… Herrje, was soll denn das? Soll ich denn wirklich nur mehr einsam (oder mit Hund) durch die kalte Nacht laufen…?

So traurig.

4 Kommentare

  1. Das klingt echt traurig, was du da schreibst. Aber es kommen auch weniger einsame Zeiten – wenn du zum Beispiel mit deinen Runtatstic Buddies 5 Runden lang durchs Vulkanland läufst 😉
    Würde mich freuen, dich endlich non-virtuell kennenzulernen.

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  2. Wegens der „Einsamkeit“ beim Laufen war’s ja eh nicht, hatte nur lieber noch in aller Ruhe und Freude noch eine halbe Stunde Basketball gespielt. Aber das mit dem Vulkanlandlauf werden wir schon hinbekommen!

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