La Corsa della bora 21k

Das erste Saisonziel ist geschafft! Auch wenn es ganz anders gelaufen ist, als ich es im Oktober/November gedacht hatte, so war es dennoch ein toller Lauf! Geplant wäre ja gewesen, immer fleissig zu trainieren und top fit und hochmotiviert an den Start zu gehen. Dass das leider nicht der Fall war, habe ich ja bereits bei meinem Jahresrückblick angesprochen. Zusätzlich zum fehlenden Training war ich dann auch noch in der letzten Woche mehr oder weniger krank/kränklich, weshalb ich sogar ernsthaft den Start in Frage gestellt hatte. Aber ich konnte und wollte mir das nicht entgehen lassen; alles war gebucht, alles war bereit und auch ich hatte mich einigermassen erfangen.

Gemeinsam mit Eva, Georg, Daniel und Peter stand ich somit am 6.1. um 11.30 am Start zum S1 Half. Nicht 100%ig fit wollte ich es ganz locker angehen und auf keinen Fall auch nur annährend an meine Grenzen gehen, denn was dann so alles passieren kann, hatte ich ja in Palmanova tragisch miterlebt. Gesagt getan, die zahlreichen Aufwärtspassagen waren in meiner „Klasse“ ohnehin generell eine Wanderung und auf den ebenen Wegen und bergab gab ich mein Bestes im Laufschritt nicht an meine Grenzen zu gelangen. Da es am Vorabend noch stark geregnet hatte, war der erste Streckenteil sehr gatschig und tief. Wir hatten aber das Glück, dass beim Lauf das Wetter gehalten hat, mitunter war es sogar sonnig, ehe dann ab der 2. Rennhälfte Nebel einfiel und das Wetter wieder etwas weniger gut wurde. Allerdings hat es gehalten und nicht geregnet. Durchgehalten habe auch ich über die zahlreichen Karst bergauf und -ab Passagen. Das hat mich mitunter an meine Kindheit erinnert, als wir über die Bahntrassen gelaufen sind. Beim S1 Trail waren das alles schöne Wege über die Steine, aber doch eine ziemliche Herausforderung an Konzentration und Balance, damit man immer schön im Gleichgewicht bleibt. Wenn man den Blick nach Links geworfen hat, hatte man meist eine atemberaubende Aussicht auf das Meer.

Auch ganz besonders erlebte ich die 3 Labestationen: hier gab es zum einen die übliche Verpflegung mit Bananen, Iso und Wasser und zum anderen gab es regionale Köstlichkeiten wie Schinken, Speck und Brot. Auch Schokolade und Sekt wurde geboten. Wobei ich Letzteres nur von einem Paar bei der mittleren Labe trinken habe sehen.

2-3 Kilometer vor dem Ziel geht es steil, mit Seilen gesichert, bergab bis hinunter zum Meer. Hier habe ich im Vorfeld noch schnell einige andere Läufer überholt, die ich schon bei den vorangegangenen Abstiegen als nicht besondere „Bergziegen“ ausgemacht hatte. Aber – so viele kann man gar nicht überholen, als dass nicht doch ein paar Bremser vor einem sind. Den Strand entlang habe ich dann auch noch einige weitere Bremser überholen können und bin dann voll motiviert in die letzten Kilometer gegangen. So motiviert, dass ich gemeinsam mit einem anderen Läufer die Abzweigung nach rechts verpasst hatte. Als wir drauf gekommen sind, dass wir nicht mehr richtig sein können, haben wir kurzerhand unser Glück bergauf gesucht und auch nach einigen Kehren auf der Strasse gefunden. Schlussendlich ging es noch ein einen Kilometer hinauf ins Fussballstadion, wo ich schlussendlich nach rund 3:40 Stunden, 3:46:29 Stunden um genau zu sein als 333. im Ziel eingelaufen bin (mal wieder eine tolle Nummer). Weiters durfte ich eben feststellen, dass ich meine immer wieder als Ziel gesetzte Zeit erreicht habe – unter der doppelten Siegerzeit zu bleiben: Siegerzeit 1:53:26 x 2 = 3:46:52 😀

Meine Familie hatte sich schon ein paar Sorgen gemacht, vor allem Leo war unruhig, ob mit mir wohl alles in Ordnung sei. War es – und als ich durchs Ziel gelaufen bin, haben mich auch alle lautstark angefeuert. Das ist immer wieder ein schönes Gefühl, ein solches Erlebnis im Kreise der Familie abzuschließen.

Apropos: während des Laufs habe ich mir immer wieder gedacht, dass das was ich mit meiner Lauferei mache, eigentlich ein Sammeln von Erlebnissen ist. Es geht bei mir (wirklich) nicht um die Zeit, oder die Geschwindigkeit, schon gar nicht um die Platzierung (auch wenn Leo das nicht einsehen mag…). Mir geht es darum, schöne Momente und Erlebnisse zu sammeln. Das ist mir mit diesem tollen Lauf wieder sehr gut gelungen. Danke Gerald für das Anstiften diesen Lauf zu laufen – es hat unserer ganzen Gruppe Spass gemacht und als abschließendes Lob – ich glaube, ich komme nochmals hierher.

Hier noch ein Link zum Album meiner Impressionen und hier der Relive

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