auf Messers Schneide steht...

…dann ist das eigentlich überhaupt nicht gut. Aber am Morgen hat sich unsere ganze Family mehr oder weniger mit Huster, heiser leiser Stimme, Kratzen im Hals und Schniefnase begrüßt. Ich war da keine Ausnahme. Nur, dass es „besonders mir“ mal wieder überhaupt nicht in den Kram passt, „angeschlagen“ zu sein. Am Samstag möchte ich schließlich den Corsa della Bora in Triest laufen und die Challenge möchte ich natürlich auch durchziehen. Keine allzu guten Vorzeichen.

Nichtsdestotrotz schaffe ich es, mir zumindest für die 31 Tage – 31 Stunden Outdoor Challenge eine Lösung einfallen zu lassen: ich gehe heute mit Bina auf den Ulrichsberg. Das klingt perfekt für Hund und „Herrl“. So brechen wir am Nachmittag wieder einmal von Pörtschach am Berg im Hochnebel auf, ich tänzel über ein paar Eisplatten am Parkplatz, bis es im Wald dann gleich wieder recht angenehm auf einem Weg dahin geht, der kaum verschneit und auch nur mässig feucht bzw. tief ist.

Es stellt sich heraus, dass Bina eine wirklich gute Partnerin im bergauf gehen ist. Sie macht das ideale Tempo und gibt mir angenehm Gas – ganz anders als beim Laufen in der Ebene. Wir schaffen den Aufstieg in die Sonne in rund einer dreiviertel Stunde, was durchaus OK ist. Oben verweilen wir kurz, machen die obligatorischen Gipfelfotos, Fotos auf das Nebelmeer… und ich lausche einem Paar, das gerade über die Gipfelsiege der letzten Jahre sinniert – „2016 waren wir 129 mal hier heroben, 2017 nur 108 mal…“. „Ja, eh“, denke ich mir und überlege mir dann gleichzeitig, ob es nicht vielleicht eh auch eine Herausforderung wäre, meinem Facebook Freund Christian nachzueifern, der 1 mal wöchentlich, bzw. eben 52 mal in einem Jahr auf den Ulrichsberg gehen möchte. Über das kann ich ja weiter nachdenken, einige Trainingseinheiten werden mich jedenfalls dort hinauf führen – das ist mir heute schon klar.

Bevor wir wieder absteigen, beschnuppert sich Bina noch mit einem anderen Hund. Der muss ihr von Leckerlis oder irgendetwas Tollem im Tal erzählt haben, denn jedenfalls startet Madame mit einem Sprint bergab, dass ich kaum nachkomme. Ich rufe nur immer wieder, „langsam Bina, hier ist es glatt!!!“ In der Tat ist es im Schnee jetzt nicht besonders griffig und an der Schlüsselstelle setzt es mich auch ganz kurz auf den Popo, aber im Wesentlichen schaffen wir es recht/zu schnell wieder runter zum Auto. Ein gelungener Ausflug mit einer sehr netten Wanderung war das!

Heute, am 3.1., bietet sich das selbe Bild wie gestern: alles hustet, spricht mit heiserer Stimme und überhaupt und sowieso. Unsere Alex fragt mich gar, ob ich denn schon Fieber hätte. Nein! Gott bewahre, so weit darf es nicht kommen. Aber dennoch schalte ich den Tag über wieder auf Schongang und überanstrenge mich nicht. Die tägliche Outdoor-Stunde habe ich für den Abend/die Nacht geplant. Ich habe lange überlegt, ob ich mich ins Laufoutfit werfen soll, aber – man muss nichts herausfordern. Auch ein einstündiger Spaziergang durch Nacht und Nebel ist eine einstündige Outdoor-Aktivität – ich schwöre – ich war draussen in der Kälte. Und Gottseidank habe ich mich gegen das Laufen entschieden, denn zumal es nebelig war, zuvor ein bisschen geschneeregnet hat, war der Gehsteig glatt, sodass ich auch heute wieder sehr heftig getänzelt bin – vielleicht werde ich doch noch zum Tänzer am glatten Parkett Gehsteig. Jedenfalls haben wir (Bina und ich) die Lendorfrunde, die laufend von mir bereits in unter 25 Minuten erledigt wurde, heute gehend bzw. tänzelnd in einer Stunde absolviert. Gut, ich hatte es jetzt nicht übermässig eilig, aber ganz langsam war es auch nicht.

Ich hoffe, die Aktivität gilt auch für die Outdoor-Challenge, aber wenn man’s mal betrachtet: es war über eine Stunde und es war draussen; ich habe mich bewegt und auch alles brav getrackt; also eigentlich…! Morgen geht es dann wieder ans Kinderschifahren mit dem coolen Uncle B. (meinem Schwager) und seiner Family. Da wird sich dann wohl auch wieder eine Stunde tracken lassen. Und hoffentlich startet der morgige Tag mit weniger hüsteln und dafür mit mehr Stimme, schließlich wartet am Samstag ein Rennen! 🙂

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