...wollen, sollen, können, müssen...

Die beiden Titel treffen den heutigen Nachtlauf wieder ganz gut. Es war eine Mischung aus Vielem. Ich wollte laufen gehen, wohl auch weil ich laufen gehen sollte. Aber tatsächlich wollte ich wirklich laufen gehen. Da konnte mir der relative lange Abend mit den Kindern auch nicht die Lust verderben. Ich erwartete eine klare, kalte Nacht und die wollte ich erkunden.

Doch schon beim Anziehen fragte mich Lilli, warum ich denn so seufzte, ob es wegen ihr sei? Nein, nicht wegen der immer noch back-aktiven Maus seufzte ich, vielmehr ist das ins Laufdress quetschen ja doch nicht so leiwand: ein hautenges langarm Unterleiberl oder Base-Layer, wie es bei Odlo so schön heisst. Darüber ein normales langarm Shirt. Untenrum, im Moment noch, nur die lange Laufhose und den Windstopper über den Oberschenkel. Handschuhe, Jacke, Haube und last but not least wiedereinmal die Warnweste. Viele, viele Teile – langsam wie ich bin, brauch ich da sicherlich 10 Minuten zum anziehen. Dann bin ich endlich fertig adjustiert, obenrum alles gut verpackt, muss ich in der Wärme des Vorraums noch was suchen und finde es nicht auf anhieb oder habe den Doppelknoten bei den Laufschuhen nicht schon vorher aufgemacht – und schon steigt mir die Hitze zwischen den vielen Schichten auf. Eigentlich gar nicht so leiwand. (Ich wiederhole mich…)

Anyways, ich wollte und so war das auch nur ein notwendiges Übel. Aber schon auf den ersten Metern habe ich gemerkt, dass es heute eng ist. Ich fühlte mich nicht so recht locker, aber wenigstens war mir nicht kalt. Michelin-Mankerl-like warm 😉 Nachdem ich mir die ungefähre Strecke überlegt hatte, kam relativ bald ein „ich muss das heute laufen“. Wie gesagt, so richtig 100% motiviert war ich nach dem weglaufen in der Enge ja dann nicht mehr. Aber ich hatte den Willen, dass ich es „schaffen“ muss – ich muss die Strecke wie geplant abspulen, das sollte gehen. Sieh an, es ging auch. Viereck, Dreieck, alles wieder durchlaufen. Ohne Pause in einem ziemlich konstanten 6er Schnitt.

Obwohl es heute nicht so super war, so war es doch ein schöner Lauf. Auf den 8km sind mir vielleicht 10 Autos begegnet? Menschen sowieso nicht und auch keine Tiere. Einsamkeit macht Frieden! In der Tat war alles sehr friedlich, kühl und starr da draussen. Nur ich nicht, ich wuselte mich durch die Nacht. Für knapp 8km in knapp 48 Minuten. Alles sehr knapp. Vor allem der Base-Layer rund um den Bauch 😉

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