Ziemlich angebissen.

Während in anderen Teilen Österreichs Sturm- und Unwetterwarnungen den Morgen geprägt haben, herrschte hier in Kärnten etwas kühles Prachtwetter – gerade recht für einen tollen Lauf – dem I-Love-Kärnten Halbmarathon. Schon seit dem Frühjahr angemeldet, darf ich mir ganz in der Früh die Startunterlagen für meine super Startnummer – 1001 – abholen. Eine schöne Nummer, hat sicherlich damit zu tun, dass ein Bekannter im Organisationsteam war.

Nach der Abholung ging es mit dem Shuttledienst von Feldkirchen zum Flatschacher See. Gefahren wird mit kleinen Bussen und alles ist hier wirklich top organisiert. Da kann man dem Veranstalter nur Lob aussprechen (im Gegensatz zu den verwirrenden Angaben zur Startzeit…). Am Flatschacher See angekommen, überlege ich eigentlich gar nicht mehr – es ist so kalt, da laufe ich aber ganz sicher mit der langen Hose, Oberschenkel-Überhose und der Laufjacke. Doch je länger ich auf den Start um 9.30 Uhr warte, desto schöner und wärmer wird es. Also lasse ich kurzentschlossen die Jacke weg, alles andere aber wie gehabt. Das sollte sich recht bald als Fehler herausstellen.

Nach dem Startschuss ging es ein klein wenig bergauf und da kam eine sanfte Brise auf uns zu – zu meinem erstaunen warmer Wind – Fön! Oje, mir würde wohl bald sehr warm werden, dachte ich da schon. Aber es lief bergab, ich fühlte mich soweit gut und alles schien zu passen. Bis wir dann in die Ebene kamen. Ab Kilometer 8 oder so fühlten sich meine Beine an, als wäre jegliche Energie futsch. Es halfen auch kein Riegel, keine Banane oder Iso der Labestationen. Ein ganz komisches Gefühl, das ich zumindest zum Teil auch auf die warmen Temperaturen zurück führe. Es hat mich jedenfalls sehr gefuxt, dass es so überhaupt nicht rund gelaufen ist. Ich habe mich laufend weiter gequält, aber mit Spass oder Freude hatte das heute (leider) wieder nichts zu tun.

Da werkelt man den halben Sommer und Herbst lang, um die Bewerbe gut über die Bühne bringen zu können und dann ist so ein Tag, wo es einfach nicht läuft. Ich meine, ich habe vorher schon gesagt, dass ich „nur“ eine Zeit sub 2h anpeile und es, wenn ich es nicht schaffe, auch „wurscht“ sei. Ist es auch. Das juckt keinen, aber ich fühle mich heute wirklich angepisst, dass es überhaupt nicht gegangen ist. Das letzte Drittel habe ich größtenteils gehend hinter mich gebracht und sobald ich laufen wollte, fühlte ich mich einfach nur elend. Das war heute ganz, ganz schlimm für mich. Zu allem Überfluss habe ich keine Ahnung warum oder wieso. Trainiert hatte ich diesmal ja wohl.

So ein Tag stellt dann auch gleich wieder die weiteren geplanten Bewerbe in Frage. Warum sollte ich mir das antun, wenns ja eh nicht läuft – und dann so wie heute keinen Spass macht?! Naja. Ein Rennen. Was solls. Morgen wird es hoffentlich wieder besser sein, aber für heute hab ich genug davon. Das war so richtig bääääh.

Hier noch der Relive – falls es jemanden interessiert 😉

PS: gedauert hat die Katastrophe 2:13:57.9

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