Etwas nachlässig

Nachdem ich nun die Serie für einen Tag unterbrochen habe, bin ich zugegeben auch hier beim Schreiben ein wenig nachlässig geworden. Der neue Stil scheint es zu sein, immer über zwei Tage zusammen zu berichten. An und für sich keine schlechte Idee, aber eigentlich hätten sich diesmal beide Tage einen eigenen Eintrag verdient.

Gestern Montag, Tag 85, war ein ganz besonderer: denn gestern war ich nach 83 Läufen das erste mal gemeinsam mit meiner Liebsten Gudrun eine Runde unterwegs! Shame on me, dass das so lange gedauert hat! Jedenfalls war das Montags-Wetter wieder unglaublich schön und es war ein bisschen Luft, also habe ich die Gelegenheit beim Schopf und meine Liebste mit der Motivation gepackt und wir sind gemeinsam die Lendorf Runde gelaufen. Also, ich gelaufen, Gudrun gekurbelt, des Rolli-Fahrers Laufen halt. Bina war auch dabei und hat wie so oft mitunter den Bremser gespielt; zu Beginn sogar recht gefährlich, weil sie ganz abrupt stehen geblieben ist und dadurch Gudrun fast umgerissen hätte. Daraufhin habe ich die Leine genommen… Gegen Ende, den Friedhofshügel hinunter ist uns Gudrun dann „um die Ohren“ gefahren. Obwohl ich wohl ganz kurz die schnellste Pace meines Lebens mit 3.24min/km hingezaubert habe, ist sie mir locker flockig davon gerauscht. Erst knapp vor dem Ziel konnte ich sie wieder einholen. Was für ein netter „Pause“ Tag und Lauf. Danke, meine Liebste!

Heute Dienstag, Tag 86, begann mit einem netten Versprechen vom Strava Trainingsplan: „Das ist ein spaßiges Training.“ Na da konnte ich mich ja auf was freuen. Ich darf auch, jetzt da es hinter mir ist, zugeben, „es war ein spaßiges Training.“ Es wäre noch viel spaßiger gewesen, hätte ich den Lauf nicht erst um 21.46 Uhr gestartet, sondern wieder am Nachmittag, wieder bei Sonnenschein. Aber auch so hatte ich meine Erlebnisse. Zunächst bin ich auf eine Dreiecks-Runde mit Bina zum Einlaufen gegangen. Hier gab es für mich einen kurzen Schreckmoment: als Bina gerade ihr Geschäft verrichtete, kam nicht plötzlich eine jüngere Läuferin des Weges – um dreiviertel zehn am Abend?! Wie verrückt muss man sein 😉 Ich hoffe, dass auch ich sie nicht allzu sehr geschreckt habe, denn ich musste ihr dann ein Stück weit hinterher laufen. Bemängeln möchte ich bei der Gelegenheit die absolut schlechte Ausrüstung der Dame: da waren kaum Reflektoren, geschweige denn eine Warnweste, noch eine Stirnlampe. Ich weiss, ich habe mich früher auch so auf die Straße gewagt, aber seien wir uns doch ehrlich, sicher ist sicher. Daher bin ich seit langem bei Finsternis immer mit Warnweste und Stirnlampe unterwegs. Ich hänge ja an meinem Leben…

Auf der Tempo Runde war dann ich das Opfer, das erschreckt wurde. Am Grenzweg sah ich schon von weitem zwei Tieraugen entgegen leuchten. Ich dachte, es sei wieder eine Katze, als plötzlich aus der anderen Richtung ein Hund wild herüber bellt und auf mich zustürzt. Das Frauchen hat den Hund zwar zurück gerufen, aber trotzdem kam er mir (gefährlich) sehr nahe. Ein nicht so angenehmes Gefühl.

Nach dieser kurzen Episode, habe ich noch ein paar extra Kilometer gesucht, sodass ich gemütlich meine 5x1km Intervalle unterbringen konnte. Wirklich ein lustiges Training. Abgespult habe ich übrigens: 5.08 / 5.06 / 5.04 / 5.04 / 5.00 Minuten pro Kilometer. Also nicht schlecht Herr Specht – das läuft!

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