Tag 80/81

694.42km in 80 Tagen gelaufen. Nicht schlecht. Aber heute sage ich <stopp>. Ich drücke etwas verfrüht die Pause Taste. Auch wenn es anders geplant war und ich eigentlich noch gut 32 Tage anhängen hätte wollen – es reicht.

Warum? Es war knapp nach 21.15 Uhr als die Jungs endlich mehr oder weniger Ruhe gegeben haben, Lilli bis jetzt noch nicht so richtig und ich muss auch sicher noch einmal mit Bina raus, aber ich möchte heute einfach nicht wieder einen „Wischi-Waschi-Bina-Gassi-Geh-Lauf“ mit tracken, nur damit ich ihn getrackt habe, damit der Kalendertag nicht leer ist – das habe ich gestern, Mittwoch am Tag 80 gemacht – wobei ich im Anschluss noch Basketball spielen war, was ja auch ziemlicher Sport ist…

Ja, ich hätte heute schon laufen gehen wollen. Idealerweise am Nachmittag als es draussen noch super sonnig und warm war; als ich vermutlich ganz schön ins Schwitzen gekommen wäre. Aber da muss man arbeiten, muss sich mit vielen Dingen ärgern und überhaupt und sowieso – es ist sich halt nicht ausgegangen. Ich wäre vielleicht auch noch ganz gerne gleich um halb 8 oder so gegangen; da war die Motivation auch noch einigermassen hoch; Vollmondlauf – hui – man kann es sich auch ein wenig schön reden. Heute hätten es laut Trainingsplan bis zu 80 Minuten sein sollen. Das wäre dann ca. eine Heimkehr um 22.30 gewesen… Nein, das muss heute nicht sein.

So bleibt vielleicht für das neue Jahr wieder ein Ziel, da könnte ich so etwas noch einmal probieren. Ich bin jedenfalls ganz stolz auf meine Leistung und ich habe es länger durchgezogen, als es vielleicht „viel Spass“ gemacht hat. Viel Spass machte es tatsächlich im Sommer, als die Läufe dem Blogtitel ihrem Namen gerecht wurden: Läufe vor dem Frühstück. Als die Rasselbande noch geschlafen hat und die Welt um mir herum langsam erwachte…
Ich kann nur jedem empfehlen, sich im Sommer (oder wenn die Tage länger werden) ganz früh auf den Weg zu machen, mitzuerleben wie die Natur erwacht, wie schön langsam die kühle Frische der angenehmen Wärme weicht. Wie die Ruhe „der Nacht“ (respektive des frühen Morgens) dem beginnendem Tosen des Tages den Platz überlässt. Tolle Momente waren das.

Außerdem war es für mich als Familienvater mit Verpflichtungen im Sommer doch um einiges einfacher zu laufen, als es keine so verbindlichen Termine der Kinder gab – zumindest kein Schulkind, das geweckt werden wollte musste. Durch das Ausweichen in den Abend wurden meine Ausflüge beschwerlicher, fanden meist erst relativ spät statt und die Strecke wurde äußerst eintönig. Ja, ich hätte auch andere Runden drehen können. Ebenso auf Gehsteigen und „in Sicherheit“, aber das Feeling ist dennoch ein anderes, wenn es immer mehr Nacht wird und vielleicht auch noch die Kälte kommt. Ich weiss nicht, das ist nicht besonders angenehm.

Ich bin mir nur recht sicher, dass es heute richtig ist, dem Gefühl nachzugeben und die Serie jetzt zu beenden. Ich bin ja happy über das, was ich erreicht habe. Fast 700km sind ja kein Schmutz; pro Tag ergibt das immerhin noch etwas unter 9km. Mein Tempo hat sich definitiv erhöht: vom 6.15er Schnitt zu einem 5.30er Schnitt beim „gemütlich“ laufen. Auch meine Fülle wurde weniger. Dazu bräuchte es halt zusätzlich (noch) bewusstere Ernährung, weniger Süsskram und so weiter und so fort. Kennt eh jeder. Jetzt muss ich nur an der Nachhaltigkeit arbeiten. Aber ich habe eigentlich recht wenig Zweifel, dass ich mir morgen dann ein bisschen Zeit bei (hoffentlich erneut) schönem Wetter abzwacken werde können, damit ich die neue Serie starte. Welche auch immer das dann sein mag. In diesem Sinne:

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