Laufanalyse

Montag, 11. September, erster Schultag im neuen Schuljahr für Lilli – und wir – glorreich verschlafen. Um 4 Uhr früh war ein wenig Aufregung um Bina und ich hatte ohnehin nicht vor, heute um 5.15 Uhr aufzustehen. Aber dass wir überhaupt bis 6.45 verschlafen haben, das ist schon ein starkes Stück. Immerhin hatte ich in der Früh auch gleich einen Termin – die Laufanalyse beim Hudelist. Weil, wenn du schon was machst, dann mach es halbwegs g’scheit und dieses Projekt habe ich bislang ja mit ziemlich viel Ernsthaftigkeit verfolgt, da sollte auch das nicht fehlen.

Pünktlich um 8.30 war ich dann bei der Sportwerkstatt Hudelist, wo mir der Chef gleich zur Begrüssung das sportliche „Du“ angeboten hat, „Servus Hannes!“. Was folgte war zunächst eine statische Druck Analyse meiner Füsse, also auf eine Platte stellen und anschließend die dynamische Variante, über die Platte drüber gehen.

Während mich Hannes mit einigen vielen Marker Punkten versehen hat, redeten wir über das Laufen an sich und die diversen Veranstaltungen, an denen er bereits so teilgenommen hatte, immerhin er ist Trail-Maniac Finisher! Mittlerweile läuft er ja fast nicht mehr auf der Strasse, ist es doch im Gelände viel angenehmer. Eigentlich stimme ich ihm zu, allerdings geht es da ja immer so bergauf (und bergab).

Als alle Punkte gesetzt waren, durfte ich zunächst aufs Laufband und anschließend stellte er mich auch noch ins Rampenlicht. Bei den eingesetzten slow-motion Kameras braucht es halt einiges an Licht, damit ich mit meinem Laufstil die Erleuchtung finde. Begonnen haben wir barfuss im Warm-Up Tempo von 8km/h. Wirklich gemütlich für die Gewöhnung ans Gerät. Immerhin ist es noch nicht so oft passiert, dass ich auf einem Laufband gelaufen bin. Draussen ist es doch viel schöner, oder zumindest abwechslungsreicher (wenn ich da an so manche Regenläufe denke…).

Als es dann ernst wird, steigern wir das Tempo auf meine normale Geschwindigkeit also 10km/h bzw. 6min/km. Es folgen die ersten Videosequenzen von mir beim Barfusslaufen. In einer kurzen Pause ziehe ich mir meine Laufschuhe an und Hannes filmt mich noch recht ausführlich aus den verschiedensten Perspektiven. Nach geschätzt einer halben Stunde am Laufband sind wir mit der Filmerei fertig und ich darf mich duschen gehen, während er die erste schnelle Analyse macht.

Als ich zurück komme, meinte Hannes ganz freundlich, dass wir uns nun nach dieser Anstrengung doch wohl einen Espresso verdient hätten. Gut aufgepasst, der Herr Chef und so servierte er mir einen Chef-Espresso 😉 Die Analyse fiel im Großen und Ganzen gut aus. Ich habe einen schönen Laufstil, eigentlich ziemlich sauber, nur setze ich meine Schritte jeweils ungefähr mittig auf meiner Körper-Mittellinie auf, was eigentlich nicht so sein sollte. Der linke Fuss sollte links davon bleiben und der rechte natürlich rechts. Eh klar. Die Winkel dürften auch passen, wobei er sich das im Detail noch anschauen wird. Die paar Ungereimtheiten, die es gibt, haben eine eindeutige Ursache: zu viel Bauch bei zu wenigen Muskeln. Meine Rumpf-, Gesäss- und Bauchmuskeln könnten sollten trainiert werden. Viele meiner (kleinen) Probleme rühren von diesen Dysbalancen her. Bekommt man diese in den Griff, geht das Laufen leichter, man bleibt verletzungsfrei und überhaupt und sowieso macht das alles mehr Spass.

Naja, gut. Eigentlich super, da ja meine Lauftechnik prinzipiell passt. Am anderen werde ich arbeiten. Den endgültigen Bericht bekomme ich dann beim Gespräch mit dem Sportwissenschaftler. Da wird es dann sicherlich auch Übungen geben, damit ich in vielen kleinen Schritten einen großen Sprung vorwärts mache! Das war heute jedenfalls eine spannende Erfahrung, die ich gerne weiter empfehlen mag. Man sieht sich selbst ja nicht alle Tage beim Laufen und somit etwaige Fehler, die man macht!

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