Gewonnen? Verloren. Gewonnen!!!

Gewonnen? Nein, eigentlich stellte sich diese Frage heute in keinem Moment – meine beste Halbmarathon-Zeit ist weit ausser Reichweite, also so gesehen habe ich heute verloren. Aber, ich bin im heutigen Regen meine beste Halbmarathon-Zeit seit ewig gelaufen, somit hab ich natürlich gewonnen!!!

Nachdem die Jungs mit Oma und Opa auf große Reise nach Italien gefahren sind, Lilli und Gudrun beim letzten Tüfteln über den Mathematik-Ferienheften ausreichend unterstützt wurden und als es gerade zu Regnen begann, startete ich mein heutiges Vorhaben: meinen besten Halbmarathon ever nachlaufen und schauen, wie ich derzeit im Training stehe. Da die Freude schon so groß auf diesen Wettkamp mit mir selbst war, ließ ich mich natürlich nicht vom Regen aufhalten. Was solls, nass werden würde ich sowieso. Die ersten Kilometer liefen gut und auch heute hatte ich nur ganz selten die Rechenspiele im Kopf (z.B. „noch 7x diese Strecke, dann hab ich die 21…“). Die Strecke führte mich über den Anstieg beim Schloss Hallegg, über die Halleger Teiche, dann zurück nach Trettnig. Von dort nahm ich den Weg über die Trettnigstrasse zur Schleppe Kurve, einem ziemlichen „Zentrum“ unseres Lebens (die Jungs gehen dort Kindergarten, ich habe mitunter dort gearbeitet und Gudrun beginnt im Dezember dort zu arbeiten…). Leider konnte ich nicht dem Glanradweg folgen, da dieser im Moment gesperrt ist. Also bin ich einen kleinen Umweg über die Feschnig Straße gelaufen. Danach ging es zur nächsten Bergwertung hinauf nach Waltendorf. Oben angekommen geht es gleich wieder relativ steil bergab nach Lendorf, über den Grenzweg in mein aktuell bevorzugtes Laufrevier: den Glanradweg hinauf, an Poppichl und Emmersdorf vorbei, wieder hinunter zum Grenzweg. Abschließend nach bzw. durch Wölfnitz durch und auf dem Anstieg hinauf zum Schulzentrum, muss ich leider doch ein paar Schritte gehen, ehe ich dann locker die letzten Meter des Halbmarathons abspule und gefühlt doch relativ sicher unter 2h bleibe. (Während des Laufs hatte ich auf 2.06h gehofft!) Happy, aber doch ziemlich erledigt bin ich dann daheim angekommen.

Meinen besten HM rannte in rund 1.48h eine Woche nach dem Wien Halbmarathon. Wie mir das damals gelungen ist, ist mir heute noch ein Rätsel. Aber andererseits stehe ich im Moment ähnlich da wie damals. Ich schaffe den Halbmarathon mitten im Training in unter 2h (was damals auch das Ziel war und mir ebenso gelungen ist) und bin mit dem Trainingsplan noch lange nicht fertig. Wenn ich gut erholt und „voll im Saft“ dann nach dem Plan-Ende da stehe, sollte sich der Referenz Halbmarathon vielleicht auch wieder in dieser „Fabelzeit“ oder gar ein wenig schneller ausgehen. Immerhin trainiere ich ja heute noch braver als vor 4 Jahren!

Danke an Lilli für das wunderschöne Sieger-Foto von mir. Als ich es gesehen hatte, sagte ich nur – „ach, du hättest mir doch sagen können, wie viel Bauch man da sieht“, worauf Gudrun mit einem Lächeln entgegnete, „du bestehst halt aus sehr viel Bauch“.  Stimmt soweit, andererseits ist der Bauch auch schon sehr viel weniger geworden in den letzten Wochen und im Prinzip steht sie ja auch auf mich, so wie ich bin.

Abschließend noch der Relive des Laufes und die nackten Fakten: 21.1km / 1.59:56h / zw. 200-300 HM, je nach Portal.

3 Kommentare

  1. Gratulation!!! Echt knapp hingetimt, aber geschafft, das ist das Entscheidende. Bin stolz auf dich! (Kommentar von Gudrun, natürlich. ;-))

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.