Disziplin!

Die Disziplin hat in den vergangenen Tagen ziemlich gelitten, aber immerhin gab es keinen Tag, an dem ich nicht Laufen war. Allerdings haben die Zeiten sehr variiert, nichts mit sturem 5.15 Uhr auf und ab geht die Post. Ich hätte mir ja gedacht, dass es mir so knapp 2 Monate nach Beginn des Projekts doch erheblich leichter fallen sollte, in der Früh aus dem Bett zu kommen. Ist es aber leider nicht. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich abends/nachts nur schwer ins Bett zu kriegen bin. Meist schlafe ich erst spät(er) ein und wenn dann so ein anstrengender Arbeitstag wie gestern ist, wo auch noch eine Nachtschicht bis Mitternacht ansteht, so ist 5.15 Uhr wirklich fordernd. Ich hatte mir zwar den Wecker gestellt, aber irgendwie schon beim Einstellen gedacht, das wird eine wirklich zache Partie. Geworden ist es ein schnelles Wecker abtöten, umdrehen und weiterschlafen…

Beim allgemeinen Aufstehen hat mir Gudrun die tägliche Frage gestellt, „wie weit warst du heute schon?“ Als ich ihr zur Antwort gab, dass ich heute ausgeschlafen hätte, bekam ich einen mahnenden und gleichzeitig motivierenden Zeigefinger, „jetzt aber nicht schlapp machen!“ 🙂 Jaja, so sind die Frauen, einerseits passt es nicht, dass ich immer müde bin und in der früh „davon“ laufe; andererseits darf man aber auch nicht schlapp machen. Zwiespalt wie eh und je! Aber – und das rechne ich meiner Liebsten heute hoch an – sie hatte dann nach dem ersten morgendlichen Querelen, Schreiereien und co. auch den Vorschlag für mich, dass sie mit den Kindern in die Stadt fährt und mich dort dann wieder trifft, wobei ich den Weg zum Eis bei Nico laufend erledige. Ja, eh – eine sehr schöne Idee! Danke!

Also habe ich mich nach ein wenig Überlegung, wie ich die Strecke anlege, gegen 11 Uhr auf den Weg gemacht. Ich habe mich dazu entschlossen, nicht wieder über das Kreuzbergl und die Zillhöhe zu laufen, sondern direkt über den See und Lendkanal hinein in die Stadt. Das sollten ca. 12km und somit die vom Plan „geforderten“ 1.15h sein. Alles cool soweit. Während des Laufs bin ich auch am Schrotturm vorbei gelaufen, den ich auch für das Titelbild gewählt habe. Wenn ich einmal viel Geld (Stichwort „reicher als reich“) gewinnen sollte, dann wäre das ein Hobby, das ich mir eventuell aufhalsen wollte. Aus diesem alten verfallenden Gebäude eines der coolsten Cafés am Wörthersee zu machen. Mir gefällt die Idee von dem kleinen Café mit dem überdimensionalen Turm im Hintergrund, wo oben vielleicht auch noch der eine oder andere Tisch für den perfekten Blick über den See ist. Aber – der Turm und das Gebäude darunter sind sicherlich denkmalgeschützt und überhaupt und sowieso, da müsste man sicher richtig viel Kohle in die Hand nehmen, um aus dem so ein Schmuckstück machen zu können / zu dürfen.

Anyways, ich bin dann am See entlang gelaufen, wo gefühlt bald Badeschluss sein wird. Weiter über den Lendkanal bis hin zu den City Arkaden, wo ich die Gang getroffen habe. Beim Spielplatz. Aber nicht auf der mit Kindern und Spielzeug vollgestellten Seite – nein, auf der Seite wo im Moment nichts ist, ausser dem mehrfärbigen Bodenbelag. Dort haben die drei Kids ganz alleine voller Freude Hupfen, Abfangen oder was weiss der Kuckuck gespielt und hatten die größte Gaude! Es braucht nicht viel, um Spass zu haben!

Apropos Spass – morgen werde ich vielleicht auch Spass haben. Es steht ein langer lauf 19-23km am Trainingsplan. Mein persönlicher Plan ist es, die Strecke vom 21. April 2013 herauszufordern. Eine Woche nach meinem ersten Halbmarathon unter 2h in Wien ist es mir gelungen, meine inoffizielle Halbmarathon Bestzeit aufzustellen. An diesem Tag bin ich die 21.1km in 1.47:58 gelaufen. Das wird mir morgen zwar nicht gelingen, aber darum geht es jetzt auch nicht. Es ist ein Vergleich mit der Vergangenheit…

Hier noch der Relive vom heutigen Lauf zu „Nico auf ein Eis

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