Renés Raiding Run

Alte Freunde zu haben ist doch was Schönes. Ich habe jetzt etwas überlegt, wie ich das „alte“ aus dem Satz heraus bekomme. Geht aber nicht, denn wir sind bereits zumindest „mittelalt“ und kennen uns schon eine halbe Ewigkeit. Mit René habe ich gefühlt meine gesamte späte Volksschul- und Gymnasiumszeit am Tennisplatz verbracht. Nachdem wir uns dann innerhalb Österreichs aufgeteilt haben, hat sich unser Kontakt ein wenig verloren, ist aber über die Jahre (Facebook sei dank) doch wieder mehr geworden und seit wir etwas älter geworden sind, haben wir immer mehr Kontakt über das Laufen gehabt. Er hat den Wien Marathon schon 5x gemeistert, den Halben sowieso schon öfter und seinen Lieblingslauf, den Berlin-Marathon, würde er gerne noch öfter laufen, aber da gibt es so schwer Startplätze… Naja, jedenfalls war ich heute mit René laufen. Wenn wir schon beide in der alten Heimat sind, können die alten Freunde auch eine gemeinsame Runde drehen.

Wir haben uns hinter unserem früheren Zweitwohnsitz dem Tennisplatz getroffen und sind Richtung Raiding los gestartet. Gleich zu Beginn gab mir René den Hinweis, „für einen 6er Schnitt sind wir zu schnell dran – ich sag das nur in deinem Interesse“. Ja eh, sagen und tun, das sind immer 2 Paar Schuhe. Ich hab auch gesagt, dass ich mich an den Trainingsplan halten mag, dann wäre ich heute nur 45 Minuten unterwegs. Also… Die Runde führt zunächst durch die Weingärten hinüber nach Raiding, wo wir gleich mal links weg biegen und durch den Wald laufen. Irgendwann verliere ich die Orientierung, bzw. bemühe mich gar nicht, mich zu orientieren. Wir plaudern gemütlich über die letzten Jahre, wo wir uns nicht gesehen haben; über das Laufen bzw. die Läufe, die wir so erledigt haben. Darüber, dass auch ich ihn für 30 Tage-Challenges motiviert hab (YESSSS, wieder einer!). Und überhaupt und sowieso. Nach einem kurzen bergauf Stück erbitte ich mir eine kurze Gehpause 😉

Als wir schließlich bei der Straße nach Oberpullendorf heraus kommen, bin ich doch einigermassen überrascht. Dieser Weg war um einiges weiter, als ich es im Gefühl hatte. Dort war dann der Umkehrpunkt zurück nach Horitschon. Vorbei am Tennisplatz ging es weiter zum Frauenbrunnbach und dann für mich durch den Ort wieder nach Hause.

Gemütliche 13.3km in 1.16h bei einem Schnitt von 5.43min/km. Eh fast das angepeilte Tempo – Gehpause sei dank! Es war ein wirklich schöner Lauf mit fröhlichen Erinnerungen an die glückliche unbeschwerte Kindheit und Jugend. Ich hoffe ja bloss, dass meine Kids auch irgendwann so freudvoll auf die Jahre bis zum „Groß werden“ zurückschauen werden.

Weil es dazu passt: Peter fragt bzw. sagt – es ist irgendso eine Mischung aus Fragen und Sagen: „Bin ich schon groß?! Oder bin ich noch Klein?!“ Mit seinen 3 Jahren gilt wohl eher Letzteres, obwohl er im Vergleich zum Baby, das er war, doch schon wieder groß um nicht zu sagen riesig ist.

Hier noch der Relive

PS: mein Titelbild ist furchtbar unscharf – das kommt davon, wenn der körpereigene Stabilisator so instabil ist während des Laufes. Ich muss halt stehen bleiben, um halbwegs gute Fotos zu machen.

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