Mindestens Halb-Tot...

Nachdem ich heute Nacht erst wieder um ca. 0.23 Uhr schlafen gegangen bin und unser lieber Peter dann um ca. 2.00 Uhr einen ziemlichen Aufstand gemacht hatte, habe ich beim Wecker läuten (eigentlich schon vorher) beschlossen, dass ich heute den Morgenlauf bleiben lassen werde. „Es wird sich schon wieder irgendwann unter tags ausgehen.“, so mein Gedanke.

Tatsächlich hat es sich dann ergeben, dass Gudruns Freundin Gudrun aka. Judy sagte, dass ihr Peter um ca. 3 Uhr nachmittags laufen gehen würde. Peter ist mehrfacher Ironman und überhaupt und sowieso. Aber meistens warten die lieben Menschen eh auf einen, wenn man nicht so schnell voran kommt. Also mache ich mir kurzerhand mit Peter den Lauf aus… Als ich ihn treffe, entscheiden wir uns wieder auf einen ähnlichen Trail wie gestern zu gehen, diesmal mit dem ortskundigen Peter ohne die Angst sich zu verlaufen… Die erste extreme Steigung schaffe ich noch im langsamen Laufschritt. Weitere Steigungen bewältige ich dann nach Möglichkeit „schnell“ gehend, Peter immer im gemütlichen Laufschritt neben mir. Als es dann wieder eben dahin oder abwärts geht, komme auch ich wieder in den Laufschritt. Es geht eh irgendwie dahin; ich kann gar nicht so sehr klagen und Peters weise Worte zu Beginn, als er mir sagte, dass er bei der Hitze lieber die Wasserflasche mit nimmt, anstatt dann irgendwann komplett einzugehen, fand ich schlussendlich auch sehr weise. Schließlich hat er auch mir was zu trinken angeboten.

Als wir nach dem Lauf durch den Wald wieder bei Ponfeld auf die Strasse gelangen, ist aber plötzlich mein Ofen aus. Es ist so heiss, ich kann mich kaum bewegen. Nach einigen Metern gehen, versuche ich es nochmals mit einem langsamen Lauf – aber bei der Ortseinfahrt nach Wölfnitz sage ich Peter, dass er gerne vorauslaufen kann/soll, ich bin da schon halb-tot… Er lässt mir noch die Trinkflasche da und ich spaziere den Weg entlang nach Hause. Nicht einmal abwärts schaffe ich es in den Laufschritt zu wechseln – ich bin total leer. Diese Hitze und die Steigungen haben mich total geschafft.

Zu Hause angekommen, kühle ich meinen Kopf mal in unserem kleinen Pool ehe ich mir rund einen Liter Flüssigkeit „hinein schütte“. Ich glaube, das war mein größter Fehler heute: die Hitze unterschätzt und zu wenig getrunken.

Der Lauf an sich war eh irgendwie super und vielen Dank an Peter, der auch das richtige T-Shirt gewählt hatte: „Mir nach!“, stand da hinten drauf. Ich hab es redlich versucht, aber so richtig perfekt gelungen ist es mir nicht. Heute steht für mich jedenfalls fest, dass ich NICHT den 35km Trail-Maniak Challenge Bewerb in Angriff nehmen werde, denn da gehe ich ebenso ein, das ist zu weit für mich. Schauen wir mal mit den 15km, das wird wohl gehen.

Laut den Running Portalen (Movescount, Strava, Runtastic) hatte der Lauf heute zwischen 203 und 313 Höhenmeter in der Steigung, war rund 10.6km lang und dauerte 1.17 Stunden. Abschliessend kann ich sagen, dass ich mich bislang selten so tot gefühlt habe, wie heute am Ende des Laufes. Das Angebot von Kathrin (rund 600 Meter vor dem Ende), mich mit dem Auto nach Hause zu bringen, erschien mir sogar verlockend…

Ich freue mich schon, wenn ich morgen wieder zur richtigen Uhrzeit und Temperatur unterwegs sein werde. Ich bin gespannt, wie es dann laufen wird. Hoffentlich besser!

Hier der Relive.

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