Gruß an die Welle

Heute ist der letzte Tag des Sommer-Urlaubs in Jesolo. Wie üblich gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge beim Abschied. Einerseits fährt man ja gerne wieder heim, aber andererseits ist es auch hier schön und Urlaub sowieso. Immer wenn man sich gerade so richtig an das Nichtstun gewohnt hat, ist es auch schon wieder vorbei. Wobei mit den Kiddies ist es eh nicht so viel Nichtstun.

Der letzte Lauf an der Spiaggia sollte also auch etwas besonderes werden. Der Trainingsplan spielte mit und hatte einen rund 1.30 Stunden Lauf vorgesehen, die letzten 20 Minuten davon im geplanten Halbmarathontempo.

Nachdem wir erst recht spät (nach Mitternacht) ins Bett gekommen sind, meinte Gudrun im 3/4-Schlaf als mein Wecker in der Früh läutete, „mach dich nicht kaputt, du musst auch mal ausschlafen…“. Ja, eh – das wäre eh verlockend gewesen, aber dem Lauf dann den ganzen Tag wieder hinterher rennen? Nein, diesen Abschluss wollte ich mir gönnen. Um ca. 5.45 bin ich wiedereinmal auf die quasi menschenleere Spiaggia Richtung Leuchtturm eingebogen. Die ersten Kilometer bei einem Tempo knapp unter 6min/km sind mir nicht so wahnsinnig leicht gefallen. Nachdem ich mir die ersten bzw. letzten 4km geistig markiert hatte – die wollte ich dann im HM Tempo laufen – ist es leichter gelaufen. Zwischendurch habe ich heute auch noch ein paar Fotos gemacht, die ich im Relive anhängen werde. Beim Leuchtturm bin ich wirklich bis zum Ende des Weges gelaufen, ein paar Schritte die Böschung hinunter wäre nur mehr Meer gewesen. Dort habe ich umgedreht, bin rund um den Campingplatz gelaufen und dann wieder den Strand entlang Richtung Hotel.

Nachdem ich bei all meinen Läufen in diese Richtung das Hotel Margherita gesucht habe, wo Lilli und Leo vor ein paar Jahren mit den Großeltern waren, ist mir heute schlussendlich ein Strandabschnitt unter gekommen, der dem Hotel zugewiesen ist. „Geschickt“ wie ich bin, habe ich meine Uhr nicht gleich pausiert, sondern auf „Runde“ gedrückt. Tja, für die 2. Runde wollte ich eigentlich die Tempo Bolzerei reservieren. Also was tun? Bzw. was solls, dann laufe ich eben nicht nur die letzten 4km, sondern eben ein bisschen mehr schnell. Das Tempo hat sich bald bei 5.15-5.25min/km eingependelt. An manchen Stellen war es nicht ganz leicht zu halten, da mittlerweile schon wieder viel Verkehr war. Ein ziemlichlicher Slalom durch die Spaziergänger, Läufer, Walker und auch Arbeiter hier am Strand.

Nach rund 15.6km bin ich dann sehr zufrieden wieder beim Hotel angekommen. Die Laufuhr hat mir verraten, dass ich meinen „Laufindex“ von beginnend 45 auf mittlerweile 49 gesteigert habe. Whatever that means. Ich weiss es nicht genau, es ist halt „ein“ Index, je höher desto gut. Also mittlerweile ein bisserl besser 😉

Morgen steht dann wieder ein Regenerationslauf (und die Arbeit) am Programm. Ich bin gespannt, wie es bei uns daheim vor 6 Uhr ist. Vermutlich eher kühl…

Ach ja, „Gruß an die Welle…“ weil ich hier immer auf dem „Wellen-Steinen“ gelaufen bin, somit war ich immer auf der Welle!

Und hier noch der Relive mit Photos

Ein Kommentar

  1. Nice one 😉 Zu dem Laufindex. I vermute das ist deine errechnete VO2max (ml/kg/min), quasi dein maximales volumen an sauerstoff das dir zur Aufnahme zur Verfügung steht. Und ja je höher desto besser 😉 Ist unter den Ausdauersportler ein sehr guter Richtwert was die Fitness betrifft.

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