Eigentlich sollte ich ja ...

… viel mehr Trail-Laufen. Das ist einfach so etwas wunderbares, das kann man nur empfehlen. Zwar sind die Trail-Runner mitunter ziemlich verrückt was Höhenmeter und Distanzen anbelangt, aber das Gefühl über einen leicht federnden Waldweg zu laufen ist einfach großartig. Außerdem muss man da beim Laufen wirklich bei jedem Schritt achtsam sein und sich konzentrieren, denn sonst kann es wirklich sehr schnell gehen, dass man ein gefallener Engel ist …

Aber zunächst mal der Reihe nach: aufgestanden bin ich mittelschwer; der Blick aus dem Fenster bzw. die frische kühle Luft von draussen haben mich dann nicht ganz so motiviert, mich so sehr zu beeilen. So bin ich erst relativ knapp vor 6 Uhr in die Gänge gekommen und habe auch lange überlegt, wohin es denn gehen soll. Ich hab mich für die „Sonntags-Runde“ über den Wörthersee entschieden. Die ist zwar etwas zu weit bzw. zu lange für die heute geplanten 1,5 Stunden Training, aber was solls. – Genau, was solls dachte ich mir auch nach den Halleger Teichen und kurz vor Krumpendorf, als ich an der Abzweigung des Wanderwegs auf die Zillhöhe vorbei gelaufen bin. Was solls? Dann lauf ich halt heute eine Runde über das Kreuzbergl; ich muss nur aufpassen, dass ich mich nicht (wieder) verkoffere. Das kann ich nämlich gut auf so Hügeln mit ungefähr einer Million Wegen, mich immer für einen falschen zu entscheiden. Angekommen bin ich zwar noch immer, aber manchmal hätte ich mir durchaus den einen und anderen Kilometer sparen können.

Also zurück im Text: ich bin also links weg gebogen, die „romantische“ Strecke entlang der Autobahn gelaufen, bis man in den Wald eintaucht. Das Bergauflaufen bereitet mir nach wie vor Probleme, weil das mit der Puste einfach nicht so recht hinhauen will. Also geht es bergauf auch öfter mal im bemüht schnellen Schritt weiter. Nach relativ kurzer Zeit bin ich auf der Zillhöhe und genieße den Ausblick Richtung Pyramidenkogel bzw. fast noch schöner, die Marina mit den vielen kleinen Booten bei Maria Loretto. Anschließend laufe ich weiter auf der 8km Kreuzbergl Laufstrecke und halte mich strikt an die Markierungen! Bis wieder eine Abzweigung in Richtung Falkenberg kommt. Soll ich – soll ich nicht? Ich soll, beschließe ich kurzerhand; bin äußerst erstaunt darüber, dass es von dort 4 Stunden zurück nach Wölfnitz dauern soll! Das kann ich so fast nicht glauben. Am Anstieg zu Klagenfurts Hausberg kommt mir schon ein Läufer entgegen, der den Gipfel bereits erklommen hatte! Am Gipfel selbst treffe ich einen Nordic Walker, den auch ich schon in der Nähe der Zillhöhe getroffen hatte, mit „man sieht sich immer zweimal im Leben“ hat er mich oben begrüßt… Ja, allerdings, dem kann ich nur beipflichten. Nach einem kurzen Tratsch über die wunderbare Luft und die einfach großartige Gegend, verabschiede ich mich wieder und laufe den Abstieg zurück zum Weg nach Wölfnitz. Dabei – es muss wirklich großartig ausgesehen haben – bin ich über Wurzeln drüber geschlittert. Ich hatte das Gefühl, dass ich so aussehe, wie die Comic Figuren, wenn sie los starten. Die Beine bewegen sich irre schnell, nur der Körper steht noch. Ich hatte Glück und bin stehen geblieben. Aufmerksam musst du im Gelände schon immer sein! Vor allem bei diesen bösen feuchten Wurzeln!

Aber alles gut – nicht gestürzt – immer schön vorsichtig bin ich nun weiter auf dem Heimweg. 4 Stunden gehend, sollten doch leicht in 2 Stunden laufend zu bewältigen sein *hahaha*. Nichts für ungut, aber solche blöden Infos irritieren mich schon. Als ich dem Wanderweg  genau folge, merke ich dann später, dass er eine Abzweigung bei den Halleger Teichen macht, die vielleicht ein paar Bonus Kilometer verursachen würde. Da ich allerdings schon lang und weit genug unterwegs bin, vertraue ich meinen Fähigkeiten und laufe über Trettnig und über den Dellacher-Weg nach Hause.

Nach ziemlich genau 16km bin ich wieder da, öffne die Tür und Bina ist schon voller Freude, dass endlich jemand mit ihr raus geht – oben schlafen immer noch alle (auch jetzt nochmals 1,5h später schlafen die Kinder noch!).

Fazit des Tages: es muss mehr im Wald und Gelände gelaufen werden, das ist einfach so viel schön! Auch wenn das bergauf und bergab furchtbar anstrengend sind, man bekommt auch viel positive Energie zurück! Ich glaube, es heisst jetzt dann bald mal „Trail-Maniak ich komme“; ob „sprint“ oder gar in grenzenloser Selbstüberschätzung die 35km „challenge“ – mal sehen. Es ist ja noch ein gutes Monat bis dahin Zeit.

Relive it!

PS: das Beitragsbild ist ein Archivbild, ich bin ja derzeit meist ohne Handy unterwegs und daher … Aber so schaut es auf der Zillhöhe oben aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.