Nahe am Scheitern

Heute war es wirklich, wirklich hart. Zunächst wäre das Bett noch so viel verlockender gewesen als die frische Morgenluft; als ich dann schließlich aufgestanden bin, war der erste Weg die Stufen hinunter ins Erdgeschoss schon ziemlich beschwerlich. Ob ich heute tatsächlich (so weit) laufen gehen sollte?!

Aber nichtsdestotrotz habe ich mich auf den Weg gemacht, habe beschlossen, ich will diese See Runde laufen, ich will nicht klein bei geben und diesen Plan verwerfen. Also los…

Die ersten Kilometer begannen genau so, wie ich es schon befürchtet hatte; alles sehr schwer, behebig und ganz und gar nicht lustig. Die erste kurze Pause „zum Dehnen“ ist gleich nach dem Anstieg beim Gut Hallegg. Immernoch zweifle ich, ob das denn heute wirklich die passende Runde sei. Vorbei am „Point of no return“ (hier hätte ich zu einer kürzeren Runde abbiegen können), geht es vorbei an den Hallegger-Teichen hinunter nach Krumpendorf.

Hier ärgert mich meine neue, super-tolle Sziols X-Kross Sonnenbrille: die sollte eigentlich nicht anlaufen, falls sie das tut, sollte es auch gleich wieder weg sein, aber heute – heute passt alles zusammen und sie ist angelaufen und das mag nicht verschwinden. Im Funktionsgewand steckend, habe ich natürlich auch nichts, womit ich die Brille abwischen würde können…

Entlang des Sees geht es weiter recht zach zu wege, weshalb ich micht, früher als geplant, dazu entschließe, schon jetzt das Power-Gel zu nehmen; vielleicht bringt das ja die nötigen Körner und die Motivation. Tatsächlich läuft es sich dann am Lendkanal deutlich leichter und die Motivation kehrt zurück. Schließlich schaffe ich auch noch einen schnellen vorletzten Kilometer, ehe ich dann in quasi derselben Zeit wie vergangene Woche zu Hause ankomme.

Hier erlebe ich noch eine große Überraschung – alle anderen schlafen (immer) noch! Ich dachte schon, dass hier der volle Radau sein würde und mich alle schon stark vermissen. Aber das war (glücklicherweise) nicht so! Die können auch ganz gut ohne mich! – schlafen… 😉 Einzig Bina hat sich gleich sehr gefreut, dass ich mit ihr auf eine kleine Runde gegangen bin!

Fazit des heutigen Laufs: es ist doch alles Kopfsache! Das habe ich mir schon anfangs gedacht. Kopfsache durchzuhalten, nicht aufzugeben und einfach weiter zu laufen…!

Update ca 11 Uhr, Strandbad: da sieht die Welt schon wieder sehr sehr blau aus!

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