Sonntag mit Fehlstart.

Wieder weckt uns um 4.30 Uhr Bina wieder mit ihrem Gebell. Aus dem Fehler vom Vortag gelernt, stehe ich gleich auf und mache mich mit ihr auf eine kleine Runde, damit ihr Stoffwechsel am richtigen Ort (draussen) stattfindet. Tut er auch. So, es ist knapp vor 5 – niederlegen zahlt sich definitiv nicht mehr aus, also einfach warten, bis es 5.15 Uhr ist und in der Zwischenzeit knapp 20 Fliegen erlegen, die es sich gestern während unseres Sommerfestes bei offener Terassentür im Haus gemütlich gemacht hatten. Jetzt nicht mehr. Nicht mit mir, nicht um diese Uhrzeit!

Wobei Uhrzeit – das ist am 7. Tag dieses Projekts doch durchaus schon normal. Darüber muss ich nicht klagen.

Heute also wieder ein sehr pünktlicher Start in den Long-Run – pünktlich um 5.15 Uhr, ganz wie der Blog-Titel es suggeriert. Es geht in meiner Planung über Tultschnig, die Hallegger Teicher nach Krumpendorf, dort dem Wörthersee entlang zum Strandbad, den Lendkanal hinein in die Stadt und entlang der Glan wieder zurück nach Lendorf und dann Wölfnitz. Das ist der Plan. Rund 18-20 Kilometer sollen es werden; ohne Bina natürlich. Nicht wegen meines „Tempos“ sondern schlicht, weil es derzeit noch zu weit für sie ist.

Auf den ersten Kilometern fühle ich noch das Sommerfest in mir, es fällt mir wieder nicht leicht in den Rhythmus hinein zu kommen. Nicht die Beine sind schwer, sondern vielmehr alles darüber. Aber  habe ich eine andere Ausrede für Pausen mit – ein Handy, damit ich ein paar Fotos machen kann und hier auch Impressionen zum Besten bringen kann.

Die Streckenplanung war gut und ich hab mich soweit daran gehalten, bis zum Strandbad war ich quasi ganz alleine. Dort wurden gerade die Überreste der gestrigen „Starnacht am Wörthersee“ entfernt. Unglaublich was für ein Aufwand für dieses Event betrieben wird. Jedem das seine, aber das ist nicht das Meine!

Am Lendkanal beim Minimundus entschließe ich mich dazu, den Morgen ein wenig zu genießen und daher mache ich eine Pause auf den Bänken. Einfach die Stille genießen, in die Lend schauen und alles ziehen zu lassen. Als ein älterer Nordic-Walker an mir vorbei kommt, meint auch dieser, dass es doch schön sei, auch mal ein wenig zu sitzen und die Seele baumeln zu lassen. Recht hat er. Was mir dabei auffällt, am Morgen wird (eher) gegrüßt. Das finde ich schön, bin ich doch in einem kleinen Ort aufgewachsen, wo mir von meinen Eltern eingetrichtert worden ist, immer jeden brav und ordentlich zu grüßen. Das habe ich als Kind immer gemacht. Erst als ich in die große weite Welt gekommen bin, war ich ganz verdutzt, dass dort niemand grüßt…

Nach einigen Minuten Verschnaufpause bin ich dann wieder weiter gelaufen Richtung Stadt. Aber anstatt dem Plan zu folgen, bin ich doch nicht zum Glanradweg gelaufen, denn der ist in manchen Abschnitten derzeit ohnehin gesperrt. Ich habe – zugegeben – einen direkteren und daher kürzeren Weg nach Hause gesucht.

Nach knapp 18 Kilometern und 1:53 Minuten Laufzeit bin ich wieder zu Hause angekommen, um leider festzustellen, dass all das frühe Aufstehen nichts gebracht hat. Bina hat Durchfall und hat in den Keller gesch***en. Nachdem ich das entfernt und geduscht hatte, bzw. während ich das hier schreibe, hat sie offenbar gleich nochmals jetzt in den Wohnraum … Bäääh. Nun bin ich nicht besonders gut auf die Dame zu sprechen …

Aber – immerhin habe ich heute schon kurz die Seele an der Lend baumeln lassen. Und das Hirn mit frischer Morgenluft durchlüftet. So schlimm wird all das Andere schon nicht sein. Es ist doch ein schöner Tag!

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